
Wallbox 11 kW
Das eine Zubehör, das fast jeder braucht: Zuhause laden ist 3- bis 5-mal günstiger als am Schnelllader. 11 kW reichen, mehr kann das Auto an Wechselstrom meist nicht.
Der Lader im Auto für Wechselstrom an Wallbox und normaler Säule; 11 kW füllen einen 60-kWh-Akku über Nacht.
Der Onboard-Lader ist das Ladegerät im Auto. Er wandelt den Wechselstrom (AC) aus Wallbox, Steckdose oder normaler Ladesäule in Gleichstrom für den Akku. Seine Leistung bestimmt, wie schnell du zu Hause lädst, egal wie stark die Wallbox ist. Bei BYD, MG und Leapmotor sind 11 kW Standard, einige Plug-in-Hybride und Range Extender haben nur 3,3 bis 6,6 kW. 22 kW gibt es bei keinem der gelisteten Modelle.

Dein Hausnetz liefert Wechselstrom, der Akku speichert Gleichstrom. Irgendwo muss gewandelt werden. Beim AC-Laden passiert das im Auto, im Onboard-Lader. Beim DC-Schnellladen passiert es in der Säule, die den Lader im Auto umgeht und direkt in den Akku speist. Deshalb stehen in jeder Preisliste zwei Werte: AC-Ladeleistung (Wallbox, Zuhause, Arbeit, Laternen-Säule) und DC-Ladeleistung (Autobahn-Schnelllader). Für den Alltag zählt der AC-Wert, denn dort lädst du am häufigsten.
Die Leistung hängt an Phasen und Stromstärke. 11 kW heißt dreiphasig mit 16 A, 22 kW dreiphasig mit 32 A, 7,4 kW einphasig mit 32 A, 3,7 kW einphasig mit 16 A. Der Onboard-Lader nimmt nur so viel, wie er kann: Ein Auto mit 11-kW-Lader lädt an einer 22-kW-Wallbox mit 11 kW. Ein Auto mit 6,6-kW-Lader lädt an einer 11-kW-Wallbox mit 6,6 kW. Die Wallbox ist nur der Wasserhahn, der Lader ist das Rohr.
Mit 11 kW ist ein 60-kWh-Akku in etwa fünfeinhalb Stunden von leer auf voll, mit Ladeverlusten rund sechs Stunden. Das ist immer über Nacht, und es reicht auch für einen Abend nach der Arbeit, um die nächste Tagesstrecke nachzuladen. Ein 100-kWh-Akku wie im MG IM5 braucht gut neun Stunden. Mit 6,6 kW dauert ein 28-kWh-Akku wie im Leapmotor C10 Hybrid-EV gut vier Stunden, mit 3,3 kW ein 18-kWh-Akku wie im BYD Seal 6 DM-i Touring Boost etwa fünfeinhalb Stunden.
An der Haushaltssteckdose fließen 2,3 kW. Das sind je Stunde etwa 2 kWh im Akku, also 12 bis 15 km Reichweite bei 15 bis 16 kWh/100 km Verbrauch. Ein 60-kWh-Akku braucht dort über 26 Stunden. Für den Pendler mit 40 km am Tag reicht eine Nacht trotzdem. Der ADAC sieht die Steckdose aber nur als Notlösung: Die Ladeverluste lagen in seiner Messung an 2,3 kW bei rund 15 %, bei einem Fahrzeug fast bei einem Viertel, an der Wallbox mit voller Leistung bei allen Autos unter 7 %.

Die Wallbox gleicht einen schwachen Lader nicht aus. Wer einen Plug-in-Hybrid mit 3,3 kW kauft und eine 11-kW-Wallbox setzt, lädt mit 3,3 kW. Beim MG HS PHEV sind es 6,6 kW, beim Leapmotor T03 ebenfalls 6,6 kW, beim MGS5 mit kleinem Akku 7 kW. Und wer eine 22-kW-Wallbox installiert, hat bei den hier gelisteten Modellen keinen Vorteil, weil kein Onboard-Lader mehr als 11 kW annimmt. Das Geld für die 22-kW-Box und die Zustimmung des Netzbetreibers kannst du dir sparen.
Es gibt auch eine Grenze aus dem Netz. Nach der Niederspannungsanschlussverordnung musst du jede Ladeeinrichtung dem Netzbetreiber vor Inbetriebnahme mitteilen; ab einer Summenleistung von mehr als 12 kVA je Anlage braucht sie seine vorherige Zustimmung, er muss sich innerhalb von zwei Monaten äußern. 11 kW bleiben also unter der Zustimmungsgrenze, 22 kW nicht. Einphasige Ladeeinrichtungen begrenzen die Netzbetreiber wegen der Schieflast meist auf 4,6 kVA; mehr Leistung muss dreiphasig fließen. Ein einphasiger Lader mit 7,4 kW bekommt in Deutschland daher oft nur 4,6 kW.
Der Onboard-Lader selbst kostet dich nichts extra, er ist im Auto drin. Was du bezahlst, ist die passende Wallbox und ihre Installation. Eine 11-kW-Box genügt bei allen hier gelisteten Modellen. Ein dreiphasiges Typ-2-Kabel mit 16 A (11 kW) in 5 m Länge reicht für Wallbox und öffentliche AC-Säulen; viele Autos haben es als Zubehör oder serienmäßig dabei. Prüfe in der Preisliste, was mitgeliefert wird. Ein 32-A-Kabel (22 kW) brauchst du nicht.
Sparen kannst du über die Verluste. Der ADAC hat gemessen: unter 7 % an der Wallbox mit voller Leistung, unter 13 % bei Drosselung auf 4,2 kW (etwa beim Laden mit PV-Überschuss), rund 15 % und mehr an der Steckdose. Bei 2.500 kWh im Jahr sind das zwischen etwa 175 kWh und 375 kWh, die du bezahlst, aber nicht fährst. Wer mit Photovoltaik lädt, drosselt bewusst und nimmt die höheren Verluste in Kauf, weil der Strom vom eigenen Dach günstiger ist.
Die Haushaltssteckdose ist für den Notfall. Der ADAC rät, dort den Ladestrom fahrzeugseitig auf 10 A (2,3 kW) zu begrenzen, nur an einer festen Wandsteckdose ohne Verlängerung zu laden und den Vorgang im Blick zu behalten; die Leitung ist für stundenlange Dauerlast nicht gebaut. Die Wallbox ist die Lösung für jeden Tag: sicher, schnell, geringe Verluste. Die öffentliche AC-Säule liefert meist 11 oder 22 kW, dein Auto nimmt davon seine 11 kW. Die DC-Säule an der Autobahn umgeht den Onboard-Lader ganz, dort zählt nur der DC-Wert des Autos.
ADAC-Messung an fünf E-Autos (u. a. Mercedes CLA, Renault 5), AC-Laden mit 11/22 kW, gedrosselt und 2,3 kW
Quelle, 7.8.2026§ 19 Abs. 2 NAV: Ladeeinrichtungen sind dem Netzbetreiber vor Inbetriebnahme mitzuteilen; über 12 kVA Summen-Bemessungsleistung je Anlage braucht es seine Zustimmung
Quelle, 20.10.2026Technische Anschlussbedingung der Netzbetreiber (Schieflast nach VDE-AR-N 4100); mehr Leistung muss dreiphasig angeschlossen werden
Quelle, 20.10.2026Herstellerangaben aus Preislisten und Broschüren; 22 kW bei keinem Modell
Quelle, 1.10.2026AC-Ladeleistung der Plug-in-Hybride und Range Extender laut Herstellerangaben; Seal U DM-i und MGS9 PHEV haben 11 kW
Quelle, 19.10.2026ADAC-Empfehlung: Ladestrom fahrzeugseitig begrenzen, Steckdose nur im Ausnahmefall
Quelle, 20.10.2026Nur, wenn der Onboard-Lader 22 kW kann. BYD, MG und Leapmotor bauen maximal 11 kW ein. Die Wallbox liefert 22 kW, das Auto nimmt 11 kW.
Ein 60-kWh-Akku ist in rund sechs Stunden voll, eine Tagesstrecke von 50 km in einer guten Stunde nachgeladen. Schneller musst du zu Hause selten sein.
Nein. Der ADAC hat an der Steckdose rund 15 % Ladeverluste gemessen, bei einem Auto fast 25 %, an der Wallbox unter 7 %. Dazu kommt die Dauerlast auf einer Leitung, die dafür nicht gebaut ist.
Nein. Zu Hause lädst du mit Wechselstrom über den Onboard-Lader, der DC-Wert gilt nur an Schnellladesäulen. Ein Auto mit 150 kW DC und 6,6 kW AC lädt an der Wallbox langsam.
Alle reinen Elektroautos von BYD (Dolphin Surf bis Tang), alle MG-Modelle vom MG4 bis IM6 und die Leapmotor B03X, B05, B10 und C10 laden mit 11 kW dreiphasig. Zwei Ausnahmen: der Leapmotor T03 mit 6,6 kW und der MGS5 Standard Range mit 7 kW. Bei den Plug-in-Hybriden lädt der BYD Seal U DM-i mit 11 kW, ebenso der MGS9 PHEV; Atto 2 DM-i, Dolphin G DM-i und Seal 6 DM-i Touring haben 3,3 kW in der Active- bzw. Boost-Stufe und 6,6 kW darüber; der MG HS PHEV 6,6 kW. Die Range Extender B10 und C10 Hybrid-EV laden mit 6,6 kW. Einen 22-kW-Lader bietet keine der drei Marken an.

Das eine Zubehör, das fast jeder braucht: Zuhause laden ist 3- bis 5-mal günstiger als am Schnelllader. 11 kW reichen, mehr kann das Auto an Wechselstrom meist nicht.

Für öffentliche Wechselstrom-Säulen ohne festes Kabel. Oft liegt ein Kabel im Auto, aber nicht immer mit 11 kW (dreiphasig).
Das Ladegerät im Auto, das Wechselstrom aus Wallbox oder Steckdose in Gleichstrom für den Akku wandelt. Seine Leistung (meist 11 kW, bei Plug-ins 3,3 bis 6,6 kW) begrenzt das AC-Laden.
11 kW. Kein Modell von BYD, MG oder Leapmotor nimmt mehr als 11 kW Wechselstrom an. Eine 22-kW-Box bringt nichts und braucht die Zustimmung des Netzbetreibers.
Etwa eine Stunde je 11 kWh, plus Verluste. Ein 60-kWh-Akku braucht rund sechs Stunden von leer auf voll, ein 100-kWh-Akku gut neun Stunden. Für eine Tagesstrecke von 50 km reicht eine gute Stunde.
Im Notfall ja, mit dem mitgelieferten Notladekabel, höchstens 10 A, ohne Verlängerung, an einer festen Wandsteckdose. Für den Alltag rät der ADAC zur Wallbox: Die Steckdose hat hohe Verluste und ist für Dauerlast nicht gebaut.
Ja, jede Ladeeinrichtung ist dem Netzbetreiber vor Inbetriebnahme mitzuteilen (§ 19 NAV). Über 12 kVA, also bei 22 kW, brauchst du zusätzlich seine Zustimmung.
Weil sein Onboard-Lader klein ist: 3,3 kW bei den Active-Versionen von BYD Atto 2 DM-i und Dolphin G DM-i, 6,6 kW beim MG HS PHEV. Die Wallbox kann mehr, das Auto nimmt es nicht ab.
Stand 20.10.2026. Keine Produktempfehlung, keine Kaufberatung im Rechtssinn.
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