
Wallbox 11 kW
Das eine Zubehör, das fast jeder braucht: Zuhause laden ist 3- bis 5-mal günstiger als am Schnelllader. 11 kW reichen, mehr kann das Auto an Wechselstrom meist nicht.
Fährt immer elektrisch; ein kleiner Benzinmotor lädt nur den Akku nach, wenn er leer ist.
Ein Range Extender (REEV) ist ein Elektroauto mit eingebautem Stromerzeuger. Die Räder treibt immer der Elektromotor an, ein kleiner Benzinmotor lädt nur den Akku nach, wenn er leer ist. Für dich heißt das: Im Alltag fährst du wie mit einem E-Auto, auf der Urlaubsfahrt hast du einen Tank als Reserve. Ob sich das lohnt, hängt fast nur davon ab, wie oft du laden kannst.

Im Range Extender sitzt ein Benzinmotor, der keine Verbindung zu den Rädern hat. Er treibt einen Generator an und erzeugt Strom. Der Strom geht in den Akku oder direkt an den Elektromotor. Fachleute nennen das einen seriellen Hybrid. Bei Leapmotor heißt die Technik „Hybrid-EV“. Der Akku ist kleiner als bei einem reinen Elektroauto: 18,8 kWh im B10, 28,4 kWh im C10. Der Benziner hat 1,5 l Hubraum und 65 kW, der Tank fasst 50 l.
Der Unterschied zum Plug-in-Hybrid ist wichtig. Beim Plug-in-Hybrid treibt der Verbrenner die Räder mit an, es gibt ein Getriebe und zwei Antriebsstränge. Beim Range Extender fährt immer nur der Elektromotor. Das Auto fühlt sich deshalb jederzeit wie ein E-Auto an: sofortiger Antritt, keine Schaltvorgänge, leise, solange der Akku Strom hat. Springt der Benziner an, hörst du ihn, er läuft aber unabhängig vom Gaspedal in seinem sparsamsten Bereich.
Mit 86 km (B10) bis 124 km (C10) elektrischer WLTP-Reichweite deckst du die meisten Pendelstrecken rein elektrisch ab. Lädst du zu Hause oder bei der Arbeit, fährst du über Wochen ohne einen Tropfen Benzin. Dann hast du die niedrigen Kosten je Kilometer eines E-Autos, ohne dir über Ladesäulen Gedanken zu machen.
Auf der langen Strecke ändert sich das Spiel. Leapmotor gibt für den C10 Hybrid-EV bis zu 986 km Gesamtreichweite nach WLTP an, für den B10 bis zu 900 km. Du tankst in fünf Minuten an jeder Tankstelle. Ladepausen, Ladekarten und die Frage, ob die Säule am Zielort frei ist, fallen weg. Das ist der eigentliche Kaufgrund: Du bekommst den Alltag eines E-Autos und die Reise eines Benziners.

Der Umweg über den Generator kostet Wirkungsgrad. Benzin wird zu Strom, Strom wird gespeichert, dann erst wird gefahren. Bei leerem Akku nennt der ADAC für den Leapmotor C10 REEV 6,4 l/100 km. Das ist mehr, als ein sparsamer Vollhybrid gleicher Größe braucht. Wer nie lädt, fährt also einen Benziner mit Zusatzgewicht: Der C10 REEV wiegt laut ADAC 1.950 kg.
Auch das Laden ist langsamer als beim reinen E-Auto. Der C10 Hybrid-EV lädt mit maximal 65 kW Gleichstrom, der B10 Hybrid-EV mit 46 kW, am Wechselstrom beide mit 6,6 kW. Die reinen Elektroversionen der gleichen Modelle schaffen 120 bis 180 kW und 11 kW. Für eine 11-kW-Wallbox heißt das: Sie bringt beim Range Extender nichts, der Onboard-Lader nimmt nur 6,6 kW ab. Dazu kommt der Verbrenner mit Öl, Zündkerzen, Auspuff und Wartung, die ein reines E-Auto nicht kennt.
Bei Leapmotor kosten B10 und C10 als Hybrid-EV das Gleiche wie die reinen Elektroversionen in der jeweiligen Einstiegsstufe. Du zahlst den Benziner also nicht extra, bekommst dafür aber den kleineren Akku und die langsamere Ladetechnik. Rechne ehrlich: Bei 20,5 kWh/100 km Strom (ADAC-Wert für den C10 REEV) und 6,4 l/100 km Benzin bei leerem Akku liegen die Kosten je Kilometer je nach Strom- und Benzinpreis weit auseinander. Der elektrische Anteil entscheidet über deine Rechnung.
Steuerlich gilt der Range Extender als extern aufladbarer Hybrid, nicht als Elektroauto. Beim Dienstwagen setzt du den halben Listenpreis an, wenn das Auto laut Übereinstimmungsbescheinigung höchstens 50 g CO₂/km ausstößt oder mindestens 80 km elektrisch fährt (§ 6 Abs. 1 Nr. 4 EStG, Anschaffung 2025 bis 2030). Der C10 REEV erfüllt mit 124 km und 10 g/km beide Bedingungen, der B10 REEV mit 86 km die Reichweitenbedingung. Ein reines E-Auto bis 100.000 € Listenpreis wird nur mit einem Viertel angesetzt.
Die Entscheidung fällt über zwei Fragen: Kannst du regelmäßig laden, und wie oft fährst du über 300 km am Stück? Kannst du laden und fährst selten weit, ist das reine E-Auto die einfachere und günstigere Wahl. Kannst du laden und fährst oft weit, passt der Range Extender. Kannst du nicht laden, ist keine der drei Varianten sinnvoll; dann ist ein Vollhybrid ohne Stecker ehrlicher. Der Plug-in-Hybrid sitzt dazwischen: schneller auf der Autobahn als mancher Range Extender, aber mit dem komplexeren Antrieb und dem Verbrenner, den du immer mitfährst.
Leapmotor C10 Hybrid-EV, Herstellerangabe aus der Preisliste
Quelle, 16.10.2026Leapmotor B10 Hybrid-EV, Herstellerangabe aus der Preisliste
Quelle, 12.10.2026ADAC Autokatalog, Leapmotor C10 REEV Life (Modell 10/25 bis 01/26)
Quelle, 20.10.2026ADAC Autokatalog, Leapmotor C10 REEV Life
Quelle, 20.10.2026Dienstwagen-Besteuerung für extern aufladbare Hybride, Anschaffung 2025 bis 2030; reines E-Auto bis 100.000 € ein Viertel
Quelle, 20.10.2026Maximale Ladeleistung der Leapmotor-Range-Extender laut Preislisten; die Elektroversionen laden mit 120 bis 180 kW DC und 11 kW AC
Quelle, 16.10.2026Nein. Beim Plug-in-Hybrid treibt der Verbrenner die Räder mit an. Beim Range Extender hat er keine Verbindung zu den Rädern und erzeugt nur Strom. Das Auto fährt immer elektrisch.
Du musst nicht, aber dann fährst du teuer. Bei leerem Akku nennt der ADAC für den Leapmotor C10 REEV 6,4 l/100 km. Der Vorteil entsteht nur, wenn du den Alltag elektrisch fährst.
Nein. Beim Dienstwagen gilt er als extern aufladbarer Hybrid: halber Listenpreis, wenn die Reichweiten- oder CO₂-Bedingung erfüllt ist. Ein reines E-Auto wird nur mit einem Viertel angesetzt.
Die Akkus sind kleiner, aber 86 bis 124 km WLTP decken typische Tagesstrecken ab. Entscheidend ist, dass du jede Nacht nachladen kannst.
Range Extender gibt es bei uns nur von Leapmotor, dort unter dem Namen „Hybrid-EV“: der B10 Hybrid-EV (Kompakt-SUV, 18,8 kWh, 86 km elektrisch, bis 900 km gesamt, 46 kW DC) und der C10 Hybrid-EV (Mittelklasse-SUV, 28,4 kWh, 124 km elektrisch, bis 986 km gesamt, 65 kW DC, 1.500 kg Anhängelast). Beide kosten in der Einstiegsstufe das Gleiche wie die reine Elektroversion. BYD setzt bei Seal U DM-i, Atto 2 DM-i, Seal 6 DM-i Touring und Dolphin G DM-i auf Plug-in-Hybride mit der Technik DM-i, MG beim HS PHEV und MGS9 PHEV ebenfalls auf Plug-in-Hybride. Reine Range Extender haben beide nicht im Programm.

Das eine Zubehör, das fast jeder braucht: Zuhause laden ist 3- bis 5-mal günstiger als am Schnelllader. 11 kW reichen, mehr kann das Auto an Wechselstrom meist nicht.
Leapmotor B10 Hybrid-EVRange Extenderab 32.900 € · elektrisch 86 km · SUV
Leapmotor C10 Hybrid-EVRange Extenderab 38.600 € · elektrisch 124 km · SUVDer Range Extender fährt immer elektrisch, der Benziner erzeugt nur Strom. Der Plug-in-Hybrid hat zwei Antriebe, Verbrenner und Elektromotor treiben beide die Räder an. Der Range Extender fühlt sich wie ein E-Auto an, der Plug-in-Hybrid wie ein Verbrenner mit Elektro-Anteil.
Bei den in Deutschland angebotenen Leapmotor-Modellen 86 km (B10) und 124 km (C10) nach WLTP. Im Winter und auf der Autobahn ist es weniger.
Der ADAC nennt für den Leapmotor C10 REEV 6,4 l/100 km bei leerem Akku. Ein unabhängiger Verbrauchstest von Motor1 kam auf einer gemischten Strecke mit vollem Akku zum Start auf 3,5 l/100 km.
Ja, aber langsamer als ein reines E-Auto. Der C10 Hybrid-EV lädt mit bis zu 65 kW, der B10 Hybrid-EV mit bis zu 46 kW. An der Wallbox sind es 6,6 kW.
Ja, wenn er laut Übereinstimmungsbescheinigung höchstens 50 g CO₂/km ausstößt oder mindestens 80 km elektrisch fährt. Beide Leapmotor-Range-Extender erfüllen die Reichweitenbedingung.
Selten. Ohne regelmäßiges Laden läuft der Benziner fast immer, und der Verbrauch liegt über dem eines vergleichbaren Vollhybrids. Der Range Extender lohnt sich, wenn du täglich laden kannst und mehrmals im Jahr weit fährst.
Stand 20.10.2026. Keine Produktempfehlung, keine Kaufberatung im Rechtssinn.
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