
Ladekabel Typ 2
Für öffentliche Wechselstrom-Säulen ohne festes Kabel. Oft liegt ein Kabel im Auto, aber nicht immer mit 11 kW (dreiphasig).
Doppelte Spannung im Akku: lädt am passenden Schnelllader deutlich schneller (10–80 % in unter 20 Minuten) und verliert unterwegs weniger Energie als Wärme.
Die meisten E-Autos arbeiten mit rund 400 Volt Akkuspannung, einige neuere mit 800 Volt. Höhere Spannung heißt bei gleicher Leistung weniger Strom, also dünnere Kabel, weniger Wärme und vor allem mehr Ladeleistung am Schnelllader. Für dich ist das wichtig, wenn du oft lange Strecken fährst. Für Pendler mit Wallbox spielt die Spannung keine Rolle.

Ladeleistung ist Spannung mal Strom. Der CCS-Stecker ist laut ADAC für 500 Ampere Dauerstrom ausgelegt, bei 400 Volt sind damit rund 200 bis 240 kW das Ende. Tesla schafft mit 625 Ampere kurz 250 kW, mehr geht nur mit dickeren, schwereren und teureren Kabeln. Verdoppelt man die Spannung auf 800 Volt, fließt für dieselbe Leistung nur der halbe Strom, und die Grenze rückt auf 400 kW und mehr. Beim MG IM5 steht in der Preisliste eine Nennspannung von 751 Volt und eine maximale Betriebsspannung von 875 Volt, die Marketing-Zahl 800 ist also ein Rundwert.
Weniger Strom heißt auch weniger Verluste: Kabel, Stecker und Leitungen im Auto werden weniger warm, es braucht weniger Kupfer und damit weniger Gewicht. Der Nachteil liegt in den Bauteilen. Klimakompressor, Wärmepumpe und Spannungswandler sind in Großserie für 400 Volt gebaut, die 800-Volt-Versionen laufen in kleinen Stückzahlen und kosten mehr. Der ADAC erwartet, dass sich die Preise mit der Zeit angleichen.
Der Nutzen zeigt sich am Schnelllader mit 300 kW oder mehr. MG gibt für IM5 und IM6 bis zu 396 kW an, 10 auf 80 % in etwa 17 Minuten an einer 400-kW-Säule. Im ADAC-Wintertest bei 0 °C lud ein Smart #5 mit 800-Volt-Technik in 20 Minuten 264 km nach, 10 auf 80 % in 17:16 Minuten, obwohl ihn die 300-kW-Säule bremste. Der VW ID.7 Tourer war in dieser Klasse das einzige 400-Volt-Auto, das in 20 Minuten über 200 km nachlud. Auf der Langstrecke heißt das: Kaffee holen, Toilette, weiterfahren.
Der ADAC rät, nicht auf die Spitzenleistung zu schauen, sondern auf die mittlere Ladeleistung von 10 bis 80 %, weil die Leistung mit steigendem Ladestand fällt. Für Vielfahrer empfiehlt er ein Auto, das mit einem 20-Minuten-Stopp mindestens 600 km schafft. Mit 800 Volt und großem Akku ist das machbar: Der IM5 mit 100 kWh und 710 km WLTP gehört zu den wenigen chinesischen Modellen in Deutschland, die in diese Liga reichen.

800 Volt macht ein Auto nicht automatisch zum Schnelllader. Der Leapmotor C10 ProMax hat 800-Volt-Technik, lädt aber laut Preisliste mit maximal 180 kW und braucht von 30 auf 80 % 22 Minuten, der 400-Volt-C10 Pro 24 Minuten. Der Unterschied ist zwei Minuten. Entscheidend sind Akku, Kühlung und Ladekurve, die Spannung ist nur die Voraussetzung. Umgekehrt lädt der BYD Sealion 7 Excellence AWD mit 230 kW von 10 auf 80 % in 24 Minuten; der ADAC führt ihn unter den 800-Volt-Modellen, BYDs deutsche Unterlagen nennen die Spannung nicht.
Die zweite Grenze ist die Säule. Laut ADAC unterstützen die meisten DC-Säulen in Deutschland und den Nachbarländern 800 Volt, aber nicht alle: Tesla-Supercharger arbeiten überwiegend mit 400 Volt, und ältere 50- oder 150-kW-Säulen ebenso. Ein 800-Volt-Auto braucht dort einen Spannungswandler an Bord oder eine Akku-Aufteilung, sonst lädt es gar nicht oder nur gedrosselt. Der ADAC nennt einen Porsche Taycan, der am Supercharger auf 150 kW begrenzt war, und einen Lotus Eletre mit 80 kW. Prüfe vor dem Kauf, wie dein Wunschmodell an 400-Volt-Säulen lädt. Und: Teilt sich die Säule die Leistung mit dem Nachbarn, bleibt oft die Hälfte.
800-Volt-Autos sind laut ADAC in der Anschaffung meist teurer, weil die Bauteile teurer sind. Bei den chinesischen Marken ist die Technik an die großen Akkus gebunden: MG IM5 und IM6 mit 100 kWh, Leapmotor C10 ProMax mit 81,9 kWh. Du kaufst also immer das Paket aus großem Akku und schneller Ladung, nicht die Spannung allein. Beim Laden selbst zahlst du am Schnelllader denselben Preis je kWh wie ein 400-Volt-Auto, nur dass du in 17 Minuten so viel bekommst wie andere in 30 bis 40.
Was es spart, ist Zeit, und die rechnet sich nur, wenn du sie brauchst. Wer dreimal im Jahr in den Urlaub fährt, spart bei zwei Ladestopps je Strecke vielleicht eine halbe Stunde. Wer wöchentlich 500 km Außendienst fährt, spart jede Woche eine halbe Stunde. Für den Akku ist 800 Volt übrigens kein Nachteil: Laut ADAC altert die Batterie nicht durch die höhere Spannung, sondern durch die Laderate im Verhältnis zur Kapazität. Ein großer Akku verträgt hohe Ladeleistung besser als ein kleiner.
BYD geht noch einen Schritt weiter. Die Super-e-Plattform mit Blade-Batterie 2.0 arbeitet mit rund 1.000 Volt und lädt an BYDs eigenen Flash-Charging-Säulen mit bis zu 1.500 kW. Die erste Säule in Deutschland steht seit Juni 2026 im Allgäu bei der Iselerbahn; BYD nennt für den Denza Z9 GT 10 auf 70 % in etwa fünf Minuten und bis 97 % in neun Minuten, unter optimalen Bedingungen. Bis Ende 2026 sollen in Deutschland 300 Ladepunkte und europaweit rund 3.000 Stationen entstehen, das sind Pläne, keine Zählung.
Für die BYD-Modelle, die du in Deutschland heute kaufst, ändert das nichts: Dolphin, Atto, Seal, Sealion 7 und Tang laden mit 65 bis 230 kW an normalen CCS-Säulen. In Europa ist bislang nur der Denza Z9 GT für Flash Charging ausgelegt. Wer heute einen BYD kauft, kauft kein Megawatt-Laden, auch wenn die Marke damit wirbt.
Praktische Obergrenze für 400-Volt-Systeme, weil der CCS-Stecker für 500 A Dauerstrom ausgelegt ist (ADAC)
Quelle, 2.12.2025MG IM5 (100 kWh, Nennspannung 751 V, max. 875 V) an einer 400-kW-Säule laut Preisliste; an 50 kW ca. 1,5 Stunden
Quelle, 19.8.2026Leapmotor C10 ProMax mit 800 V und 180 kW DC; der 400-V-C10 Pro braucht 24 Minuten (Preisliste Stand 01.10.2026)
Quelle, 16.10.2026Smart #5 (800 V) im ADAC-Wintertest bei 0 °C, 10–80 % in 17:16 min, obwohl die 300-kW-Säule ihn bremste
Quelle, 22.1.2026BYD Flash-Charging-Säule im Allgäu, erste in Deutschland; bis Ende 2026 sind 300 Ladepunkte in Deutschland geplant, in Europa nur der Denza Z9 GT dafür ausgelegt
Quelle, 12.6.2026Ladeleistung eines Porsche Taycan (800 V) an einem 400-Volt-Tesla-Supercharger laut ADAC; Lotus Eletre dort 80 kW
Quelle, 2.12.2025Nein. Der Leapmotor C10 ProMax (800 V) braucht von 30 auf 80 % 22 Minuten, der C10 Pro (400 V) 24. Der BYD Sealion 7 Excellence lädt mit 230 kW in 24 Minuten von 10 auf 80 %. Akku, Kühlung und Ladekurve entscheiden, nicht die Spannung allein.
Nur an Säulen mit 800-Volt-Ausgang und mehr als 250 kW. An einer 50-kW-Säule braucht der MG IM5 laut Preisliste etwa 1,5 Stunden, genau wie jedes andere Auto.
Laut ADAC altert der Akku nicht durch die Spannung, sondern durch die Laderate im Verhältnis zur Kapazität. Ein 100-kWh-Akku bei 396 kW ist weniger belastet als ein 40-kWh-Akku bei 160 kW.
Das gilt für den Denza Z9 GT an BYDs Flash-Charging-Säule, von der in Deutschland seit Juni 2026 eine steht. Die BYD-Modelle im deutschen Handel laden mit 65 bis 230 kW an normalen CCS-Säulen.
MG hat mit IM5 und IM6 die einzigen chinesischen 800-Volt-Modelle in Deutschland, die das Versprechen voll einlösen: 100-kWh-Akku, bis zu 396 kW, 10 auf 80 % in etwa 17 Minuten an einer 400-kW-Säule, dazu Wärmepumpe und V2L serienmäßig. Leapmotor bietet die 800-Volt-Technik im C10 ProMax und in der limitierten Dynamic-Edition mit 81,9 kWh, lädt damit aber nur mit 180 kW und ist von 30 auf 80 % zwei Minuten schneller als der 400-Volt-C10 Pro. BYD setzt bei den in Deutschland angebotenen Modellen auf 400 Volt mit 65 bis 230 kW; der Sealion 7 Excellence AWD lädt mit 230 kW in 24 Minuten von 10 auf 80 % und wird vom ADAC den 800-Volt-Modellen zugerechnet. Die 1.000-Volt-Plattform mit Flash Charging ist in Europa bislang dem Denza Z9 GT vorbehalten.

Für öffentliche Wechselstrom-Säulen ohne festes Kabel. Oft liegt ein Kabel im Auto, aber nicht immer mit 11 kW (dreiphasig).
MG IM5ab 53.990 € · 575 km–710 km · Limousine
MG IM6ab 56.990 € · 545 km–625 km · SUV
Leapmotor C10ab 38.600 € · 430 km–510 km · SUVMehr Ladeleistung am Schnelllader, weil bei gleicher Leistung weniger Strom fließt. 400-Volt-Autos enden laut ADAC bei etwa 200 bis 240 kW, 800-Volt-Autos wie der MG IM5 schaffen bis 396 kW.
MG IM5 und IM6 (100 kWh, 396 kW) und Leapmotor C10 ProMax und Dynamic (81,9 kWh, 180 kW). Den BYD Sealion 7 führt der ADAC ebenfalls unter den 800-Volt-Modellen, BYD selbst nennt in Deutschland keine Spannung.
Ja, nur eben mit 50 kW. Der MG IM5 braucht dort laut Preisliste etwa 1,5 Stunden von 10 auf 80 %. An manchen 400-Volt-Säulen ist die Leistung bei 800-Volt-Autos zusätzlich begrenzt.
Nein. Zu Hause lädt jedes Auto mit Wechselstrom über den Bordlader, bei MG, BYD und Leapmotor mit 11 kW. Die Spannung spielt dort keine Rolle.
Nur mit vorgewärmtem Akku. Der Smart #5 schaffte im ADAC-Wintertest 10–80 % in gut 17 Minuten, weil der Akku nach der Fahrt warm war. Kalt dauert es auch bei 800 Volt deutlich länger.
Die erste 1.500-kW-Säule steht seit Juni 2026 im Allgäu, 300 Ladepunkte sind bis Ende 2026 geplant. Nutzen kann sie in Europa bislang nur der Denza Z9 GT, keines der BYD-Modelle im deutschen Handel.
Stand 20.10.2026. Keine Produktempfehlung, keine Kaufberatung im Rechtssinn.
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